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Wie kann man Rückenschmerzen konservativ behandeln?

So vielfältige die Ursachen und Erscheinungsformen von Rückenschmerzen sind, so breit ist auch das Angebot an konservativen, also nicht-operativen, Behandlungsmethoden. Hier einige der bewährtesten im Überblick. Zusätzlich zu diesen Therapieformen können bei Rückenschmerzen auch Schmerzmittel eingenommen werden – aber bitte grundsätzlich nur in Rücksprache mit dem Arzt.

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Chirotherapie

Hier werden bestimmte Grifftechniken genutzt, um den Spielraum von Gelenken wieder herzustellen oder verspannte Muskelgruppen zu entspannen. Meist führt der Therapeut eine kurze ruckartige Bewegung aus, die einen starken Reiz auf das gestörte Gelenk und auf die Nervenenden ausübt. Oft ist dabei ein „Knacken“ zu hören, das ist jedoch absolut harmlos. Danach lässt in der Regel schon nach Stunden oder Tagen der Schmerz nach. Die Chirotherapie oder Chiropraxis wird vor allem bei Beschwerden der äußeren Gelenke und der Wirbelsäule häufig angewendet.

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Krankengymnastik

Physiotherapie ist sinnvoll, nachdem die akuten starken Schmerzen abgeklungen sind. Erst jetzt können durch spezielle Übungen Muskeln dort aufgebaut werden, wo Wirbelgelenke oder Bandscheiben angegriffen sind. Die gestärkten Muskeln unterstützen dann künftig die Wirbelsäule. Dadurch werden Gelenke und Bandscheiben entlastet – so beugt man weiteren Verschließerscheinungen vor.

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Wärmeanwendungen

Egal, ob Rückenschmerzen durch einen Bandscheibenvorfall, einen Hexenschuss, eine Blockade oder etwas anderes ausgelöst wurden – immer verhärten sich dadurch die Rückenmuskeln im Rücken, was für zusätzlichen Schmerz sorgt.    Wärme ist das ideale Mittel, diese Verspannungen und damit die Schmerzen wieder loszuwerden. Durch die höhere Temperatur kann sich das Muskelgewebe entspannen. Bei leichten Verspannungen kann schon ein heißes Bad (z. B. Rheumabad) oder ein Saunabesuch Wunder bewirken. Auch ein Wärme-Pad, eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen kann Abhilfe bringen. Eine Wärme-Pad ist ein Gelkissen, das im Wasserbad erhitzt wird und dann wie eine kleine Wärmflasche den schmerzenden Bereich wärmt. Das Körnerkissen wird am besten in der Mikrowelle erwärmt.    Bei stärkeren Verspannungen gibt es noch effektivere Methoden; die schmerzenden Muskeln zu lockern: Wärmesalben und -pflaster. Besondere Wärmeanwendungen sind Moorpackungen oder die bekannte Fango-Packung. Fango ist Schlamm, der sich in Thermalquellen ablagert. Dieser Schlamm wird erwärmt und dann auf die schmerzenden Stellen oder den ganzen Rücken aufgetragen.

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Massagen

Massagen sind gut geeignet, um Rückenschmerzen zu bekämpfen, denn sie lösen Verkrampfungen in den Muskeln. Allerdings helfen Massagen nur dann, wenn der erste akute Schmerz nachgelassen hat. Bei akuten Rückenschmerzen verspannen die Muskeln nämlich so stark, dass sie richtig verhärten. Massiert man akut verhärtete Muskeln, hat das meist einen negativen Effekt: Die Muskeln werden durch das Kneten und Drücken gereizt und ziehen sich noch mehr zusammen – die Verhärtungen und damit die Schmerzen nehmen also weiter zu.

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Elektrotherapie

Unter der Bezeichnung „Elektrotherapie“ werden alle Behandlungsformen zusammengefasst, bei denen elektrischer Strom angewendet wird. Dabei übertragen entweder Elektroden den Strom über die Haut, oder es kommt Elektrizität zur Stimulation und Kräftigung von Muskeln im Körperinneren (z. B. am Harnblasenschließmuskel) zur Anwendung. Darüber hinaus gibt es Voll- oder Teilbäder, bei denen Strom durch das Wasser an die Haut geleitet wird.
    Durch Elektrotherapie wird die Durchblutung gezielt an den zu behandelnden Stellen angeregt. Verkrampfte Muskeln entspannen sich und Schmerzen werden gelindert. Die Stromimpulse führen nicht nur zur Wärmebildung, sondern auch zu einer gewünschten Reizung von Nerven und Muskeln. Eingesetzt wird die Elektrotherapie vor allem bei Rücken-, Nacken-, Gelenk- und Muskelschmerzen.

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Orthesen

Durch eine Orthese, also z. B. einen Lendengurt oder ein Korsett, wird der Rücken gezielt unterstützt und erhält dadurch mehr Stabiliät – Rückenschmerzen lassen nach. Starre Korsetts haben aber vor allem bei langfristiger Anwendung eine Schattenseite: Die Muskulatur wird geschwächt – und der Rücken damit noch anfälliger für Beschwerden.
Dagegen geben elastische Bandagen der gestörten Muskulatur Halt, fördern die Bewegungsempfindung sowie die Durchblutung und helfen der gestörten Muskulatur schnell, ihre normale Funktion wiederzuerlangen.
Daher werden Korsetts nur zur Ruhigstellung verwendet – z. B. bei Entzündungen, bei Frakturen oder zur Wachstumslenkung bei Skoliosen. Bei funktionellen Störungen kommen aus den genannten Gründen nur elastische Bandagen zum Einsatz.

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