Das richtige Pflegeprogramm für einen gesunden Auftritt
Ihre Schönheits-Geheimnisse sind sorgsam mit schnörkeliger Schreibschrift in alten Hof-Apothekenbüchern aufgezeichnet. So weiß man, dass Kaiserin Elisabeth von Österreich, genannt Sisi (1837 – 1898), für ihre diversen Fußbäder in silbernen Schüsseln Lavendel, Thymian und Rosmarin bevorzugte. Sie galt als die schönste Frau ihrer Zeit und war für ihre Eitelkeit bekannt. Ihrem Beauty-Programm widmete sie täglich viele Stunden Zeit. Zwar mag der Schönheitsanspruch der Kaiserin überzogen gewesen sein. Ein Blick auf nackte Sommerfüße lässt jedoch erahnen, wie es um die Pflege der Füße heutzutage bestellt ist. Hühneraugen, Schwielen, eingewachsene Zehennägel und entzündete Nagelbetten sind ebenso häufiger wie unschöner Anblick. Dabei können Ihre Füße mit dem richtigen Pflegeprogramm auch ohne großen Aufwand gut aussehen.
Nägel nicht zu stark kürzen
Dünne Zehennägel am besten mit einer Nagelschere, stärkere mit einer Zange kürzen. Um das Schneiden zu erleichtern, kann man die Füße in einem warmen Bad einweichen. Zehn Minuten reichen, sonst weicht die Haut zu sehr auf und die Verletzungsgefahr ist größer. Die Nägel mit kleinen Schnitten kürzen, damit spröde, brüchige Nägel nicht unkontrolliert abbrechen. Ganz wichtig: Nägel nicht zu kurz schneiden, sonst wachsen sie seitlich ins Fleisch. Sie sollten aber auch nicht über die Zehenkuppen hinausragen, um nicht im Schuh anzustoßen. Bei sehr langen und harten Nägeln hilft es oft, zuerst in der Mitte ein kleines Stück v-förmig herauszuschneiden. So kann der Nagel beim Kürzen nicht einreißen oder abplatzen. Die Form der Nägel gibt die Zehenkuppenform vor. Das heißt, die Zehen möglichst gerade abschneiden, die Ecken nur ganz leicht anrunden. Das Herausschneiden von Nagelecken führt zu Verletzungen der seitlichen Nagelränder. Wenn dann Bakterien in das Nagelbett vordringen, kommt es zu Infektionen. Die sind meist sehr schmerzhaft. Linderung bringen Fußbäder mit Eichenrinde oder desinfizierende Lösungen. Ist die Entzündung jedoch schon vorangeschritten, bleibt nur noch der Weg zum Arzt.
Feinarbeit mit der Feile
Nach dem Schneiden werden die Kanten mit einer Feile begradigt. Das verhindert, dass Nagelspitzen Verletzungen an benachbarten Zehen hervorrufen.
Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie dem zarten Nagelhäutchen widmen. Es bildet den natürlichen Schutz des Nagelbettes vor Krankheitserregern und entzündet sich bei falscher Behandlung. Regel: Nie abschneiden, sondern nach dem Einweichen nur mit einem Rosenholzstäbchen vorsichtig zurückschieben.
Zum Schluss wird gecremt
Damit die Füße zart und geschmeidig bleiben, ist eine gute Creme der Abschluss der Pflege. Sie sorgt für eine gute Durchblutung, hilft gegen übermäßige Schweißbildung oder trockene Haut. Bewährte Substanzen sind Algen-Extrakte, Öle aus Rosmarin, Bergkiefer und Lavendel (beispielsweise von GEWOHL).
Lieber zur Spezialistin
Wer seine Nägel nicht mehr selber kürzen kann (z. B. Senioren, Hexenschussgeplagte, Schwangere), sollte sie regelmäßig von einer Spezialistin pflegen lassen. Denn Fußpflege bedeutet nicht nur Schönheitspflege, sondern dient gleichzeitig der Gesundheitsvorsorge. Adressen von Profis in Ihrer Nähe vermittelt der Landesverband Hamburg der Podologen und Fußpfleger, Tel. 040- 86 30 05.