Liebe GelenkForum-Leser,
fernab von Pillen und Tabletten unterstützen die Chinesen schon seit etwa 2000 Jahren den Himmel, spannen den Bogen und zielen auf den Adler. Die Rede ist von Qigong. Was anfangs ungewöhnlich anmutet, stärkt die Selbstheilungskräfte und ist auch bei Rückenleiden sehr empfehlenswert. Nicht nur von fernöstlichen Heilmethoden berichtet dieser Newsletter, sondern auch von der klassischen Schulmedizin und ihren Neuerungen. Dank minimalinvasiven OP-Techniken ist der Einsatz einer Hüftprothese heute sehr viel leichter durchführbar als noch vor Jahren. Auch mit einigen leichten Themen befasst sich dieser Newsletter. Der Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren wird erklärt und warum Sie statt eines Wiener Schnitzels doch lieber Wiener Walzer tanzen sollten. Bewegung macht bekanntlich müde, darum sollten Sie sich pro Tag mindestens acht Stunden Schlaf gönnen. Am besten auf einer Tempurmatratze. Aber lesen Sie selbst und vor allem:
Bleiben Sie gesund!
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Falsche Angst vor Hüftersatz
Sie nannten ihn „The Pelvis“ – das Becken. Wenn er die Hüften kreisen ließ, standen Frauen Kopf. Elvis, der König des Rock’n’Roll, machte den lasziven Hüftschwung zum Inbegriff von Jugend und Attraktivität. Heute, mit 72 Jahren, würde selbst das frühverstorbene Bewegungstalent aus Memphis wohl kaum noch so elastisch daherkommen. Denn Hüften verlieren mit den Jahren ihre Geschmeidigkeit. Rund 17 Prozent aller Männer und zehn Prozent aller Frauen über 55 Jahren leiden an Coxarthrose: Das Gelenk, in dem der Kopf des Oberschenkels in der Hüftpfanne sitzt, ist verschlissen, die schützende Knorpelschicht, die Kopf und Pfanne überzieht, zu dünn, um weiterhin ihre Funktion als Gleitschicht zu erfüllen. Das kann man spüren. Durch Schmerzen in der Leistengegend und im Gesäß, zunächst nur nach sportlicher Belastung, später auch im Ruhezustand.
Viele Patienten arrangieren sich mit dem Verlust der Beweglichkeit, weil sie die Belastung eines chirurgischen Eingriffs für den Körper fürchten. Dabei sind Hüftersatz-OP’s mit circa 120000 Eingriffen pro Jahr in Deutschland längst Routine. Und: Neue, minimalinvasive OP-Techniken beschleunigen die Rehabilitation und haben weniger Schmerzen zur Folge als herkömmliche Eingriffe. Was für den Patienten sichtbar wird – der nur sieben bis zehn Zentimeter lange Hautschnitt gegenüber mehr als 15 Zentimeter langen Narben bei herkömmlichen Operationen – ist dabei ein Aspekt. Der Hauptvorteil des minimalinvasiven Vorgehens besteht darin, dass die Muskeln, die für die Beweglichkeit der Hüfte entscheidende Bedeutung haben, nicht mehr in bisherigem Maße durchtrennt, sondern nur noch zur Seite geschoben werden.
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Qigong: Die Stärkung der Selbstheilungskräfte
Sie umarmen den Mond, stützen den Himmel und stemmen die Erde – was den meisten Europäern geheimnisvoll oder einfach nur fremd vorkommt, ist in China Volkssport. Täglich trainieren tausende Menschen in Parks oder auf öffentlichen Plätzen mit solch bildhaften Bewegungen ihre Gesundheit. Die Übungen stammen aus dem Qigong (sprich: Tschigong), einer mehr als 5000 Jahre alten chinesischen Heilkunst. Qigong ist neben der Akupunktur ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), nach der die Lebensenergie (Qi = Lebensenergie) in einem System von Leitbahnen in unserem Körper strömt. Fließt die Energie ungehindert, ist der Mensch gesund. Blockaden dagegen stören diesen Fluss. Wir werden krank – körperlich und auch seelisch. Ziel aller Qigong-Übungen ist die Stärkung der Selbstheilungskräfte, um so mögliche Störfälle zu verhindern oder bestehende zu beheben. Jeder Mensch ist zwar mit Qi geboren und jeder hat das Potential, diese Energie für sich zu nutzen, doch die geeigneten Methoden müssen erst erlernt werden. Werden sie dann geübt (Gong = beständiges Üben), verbinden sie Körper, Geist und Seele zu einer Einheit. Mittlerweile gibt es nicht nur aus China wissenschaftliche Nachweise über die positive Wirkung von Qigong auf die Gesundheit. U. a. wurden Studien in zwölf großen Universitäten der USA, darunter Harvard, Columbia, Stanford und John Hopkins durchgeführt. Auch die Uni Oldenburg hat sich mit der Qigong-Forschung beschäftigt. Erfolge konnten z. B. bei der Behandlung von Bluthochdruck, Bronchitis, Asthma, Herz-Kreislauferkrankungen, Magen-Schleimhaut-Entzündungen und Multipler Sklerose nachgewiesen werden. Auch nach Schlaganfall, bei Stress und bestimmten Krebserkrankungen wurden positive Effekte beobachtet. Vorbeugend und begleitend wirkt Qigong bei Rückenbeschwerden und Rheuma. So nutzen inzwischen auch westliche Ärzte Qigong – meist in Verbindung mit anderen Therapien – um Heilerfolge zu unterstützen. Ein weiterer Vorteil von Qigong ist: Jeder kann es lernen – unabhängig von Alter und körperlicher Fitness. Die Übungen sind zum Teil so sanft, dass jeder sein Programm findet. Anfänger sollten sich aber von einem erfahrenen Lehrer anleiten lassen. Denn: Wer falsch trainiert, erreicht keine positive Wirkung.
Infos unter:
www.WuWeiWeb.de www.taijiquan-Qigong.de  
Wiener Walzer statt Wiener Schnitzel
Mehr Sport zu machen - das fällt vielen Menschen schwer. Sie haben keine Lust, sich auf dem Laufband zu quälen oder an Hanteln zu schwitzen. Tanzen ist für sie eine Möglichkeit, in Bewegung zu kommen. Denn es verbindet Körpertraining mit sinnlichem Vergnügen, stärkt die Muskeln, hellt die Seele auf und fördert viele Fähigkeiten. Jeder kann es lernen – in jedem Alter.
Balance: Beim Tanzen wird gedreht, gestoppt, gekreuzt, zeitweilig auf einem Bein gestanden. Das zentrale Nervensystem gibt die Impulse, das Bewegungssystem setzt diese Impulse um. Ein kompliziertes Ineinandergreifen von Reizen und Signalen, das unsere Bewegungssicherheit beeinflusst. Je besser die Koordination dieser Systeme klappt, desto stärker die Balance und die Haltungskontrolle. Mehr Schritt- und Trittsicherheit helfen auch im Alltag, unkontrollierte Fehlbelastungen und damit sogar Stürze zu vermeiden. Gedächtnis: Neue Schrittfolgen werden erlernt. Die Tänzer müssen sich auf den eigenen Körper konzentrieren und sich gleichzeitig auf der Tanzfläche zurechtfinden, also Abstände richtig einschätzen und Geschwindigkeiten auswerten. Durch diese vielfältigen Reize werden so genannte Nervenwachstumsstoffe gebildet (brain derived neurotrophic factors). Die Verknüpfung der Gehirnzellen nimmt zu. Beide Gehirnhälften werden gleichermaßen gefordert, Gedächtnis, Konzentration und Kreativität gestärkt.
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Im Schlaf den Rücken stärken
Eine gesunde Wirbelsäule gibt uns Haltung. Doch gleichzeitig kostet sie uns Format. Jeden Abend sind wir durchschnittlich zwei bis drei Zentimeter kleiner als am Morgen. Das liegt an der besonderen Konstruktion des Rückens: Hals- und Lendenwirbelsäule krümmen sich nach vorn (Lordose), die Brustwirbelsäule dagegen nach hinten (Kyphose). Zusammen mit der Wölbung des Kreuz- und Steißbeins ergibt sich eine S-Kurve. Sinn dieser Formenspielerei der Natur: Das Rückgrat funktioniert wie ein Stoßdämpfer für den Körper, fängt Belastungen beim Hüpfen und Laufen ab. Dabei gerät es in Schwingungen. Je stärker sich die Kurven ausformen, desto mehr schrumpfen wir.
Im Ruhezustand regeneriert sich die Wirbelsäule, normalisiert ihre Schwingungsbogen und erobert sich die verloren gegangene Länge zurück. Das klappt aber nur, wenn wir uns richtig betten. Die Schlafunterlage muss gewährleisten, dass die Wirbelsäule nicht abknickt. Sonst werden die Durchblutung der Rückenmuskulatur und die Nährstoffversorgung der Wirbelkörper aus der Gelenkflüssigkeit behindert. Zu hart darf die Matratze auch nicht sein. Denn dann wird an bestimmten Körperstellen, beispielsweise an Schultern und Hüften, Druck aufgebaut. Das Gehirn reagiert darauf mit einem Bewegungsimpuls. Folge: Statt uns, wie normal, 50 bis 60 Mal im Schlaf zu drehen, wälzen wir uns dann deutlich häufiger von einer Seite auf die andere. Die erholsamen Tiefschlafphasen, die entscheidend für die Regeneration des Körpers sind, fallen zu kurz aus. Und es kommt zu Verspannungen.
Hier klicken für vollständigen Artikel: http://gelenkforum.de/index.php?id=671  Gute Fette - eine kleine Einführung in die Fettkunde
„Fett macht fett“, „Fett ist ungesund“, „Fett – der Herzfeind Nummer eins“. Geschichten zu diesen Überschriften haben die Verbraucher in den letzten Jahren mehr und mehr verunsichert. Die Ergebnisse einer groß angelegten Studie aus den USA geben jetzt zumindest Teilentwarnung. Zum ersten Mal konnte wissenschaftlich bewiesen werden, dass nicht jedes Fett dem Körper schadet. „Gute Fette“, so genannte einfach ungesättigte oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren, tun dem Herzen gut, stärken die Muskeln und machen - in richtiger Menge genossen - auch nicht dick. Generell gilt: Fett erfüllt wichtige Funktionen in unserem Organismus. So liefert es mehr als doppelt soviel Energie wie Eiweiß und Kohlenhydrate. Bestimmte Fettsäuren, die der Körper nicht selbst produzieren kann, sind Ausgangs-Substanzen zur Bildung von Gewebshormonen, die bei Entzündungs-, Blutgerinnungs- und immunologischen Prozessen eine wichtige Rolle spielen.
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Special Olympics: Niemals den Kopf hängen lassen!
„Heute schaffe ich die 100 Meter unter 15 Sekunden“! Lars Stenner ist ehrgeizig. Immerhin geht es um ein großes Ziel: Der 42-jährige trainiert für die diesjährigen Special Olympics National Games in Berlin (12. bis 15. September). Wie jeder der rund 2500 deutschen Teilnehmer mit geistiger Behinderung will er sein Bestes geben. Das Motto der Veranstaltung: Dein Herz gewinnt.
Lars ist mit dem Down Syndrom zur Welt gekommen. Durch eine spezielle Genom-Mutation sind seine motorischen, sprachlichen und kognitiven (d. h. das „Denken“ im umfassenden Sinne) Fähigkeiten eingeschränkt. Nicht aber sein Optimismus und seine Freude am Leben. Und dazu gehört der Sport: Laufen, Weitsprung, Kugelstoßen, Schwimmen, Fahrradfahren – alles Disziplinen, in denen sich der Hamburger viel vorgenommen hat. Unterstützung bekommt er dabei von einem Profi: Bruder Björn (35) ist National Coach der Leichtathleten, trainiert Lars mindestens zwei mal die Woche im Schwimmbad oder auf dem Sportplatz in Allermöhe. Finanziell hilft der Behinderten- und Rehabilitationsverband Hamburg. „Mit den Special Olympics soll allen Menschen mit geistiger Behinderung geholfen werden, in die Gesellschaft eingegliedert und von ihr akzeptiert zu werden, um so das eigene Selbstbewusstsein zu stärken“, erklärt Björn das Ziel dieser besonderen Spiele. „Und zwar weltweit – egal welcher Rasse oder Religion die Sportler angehören. Niemand darf ausgeschlossen werden“.
Gegründet wurden die Special Olympics 1968 in Amerika von der Familie Kennedy. Mit 160 Länderorganisationen und 2,25 Millionen Mitgliedern ist sie heute die weltweit größte Sport-Organisation für Menschen mit geistiger Behinderung. Neben den nationalen Spielen werden abwechselnd alle zwei Jahre internationale Sommer- und Winterspiele abgehalten. Die nächste, ganz große Herausforderung für Lars: die internationalen Sommerspiele 2007 im chinesischen Shanghai.
Infos unter: www.specialolympics.de  Newsletter abbestellen: Ihre Newsletter-Einstellungen können Sie nach Login auf www.gelenkforum.de unter "Konto ändern" in Ihrem persönlichen Bereich vornehmen. |