Liebe GelenkForum-Leser, 

 

zunächst wünschen wir Ihnen ein schönes und vor allem gesundes Neues Jahr! Leider gehören auch 2007 bei vielen Menschen Rückenschmerzen nach wie vor zum Alltag. Wunderrezepte wurden über den Jahreswechsel zwar nicht entwickelt, aber für Patienten mit Bandscheibenproblemen gibt es gute Nachrichten. Wir sagen welche.

Saunieren Sie gerne? Gut, weiter so. Wir informieren dieses Mal nämlich auch über die positiven Auswirkungen des Saunierens auf die Gesundheit. Weiter geben wir Ihnen Tipps, wie Sie sich für den Winter fit essen und wie Sie Hühneraugen aus dem Weg gehen.

 

Bleiben Sie gesund!

 

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Inhalt

Wirbelsäule

Sauna

Ernährung

Hühneraugen

 
Wirbelsäule

Neue OP-Techniken geben Beweglichkeit zurück


Wirbel werden stabilisiert und nicht mehr versteift

Die Wirbelsäule schenkt uns den aufrechten Gang, stützt Kopf und Oberkörper, gibt uns Stabilität, fängt Sprünge und Erschütterungen ab und macht uns beweglich. Doch ist sie auch unser wunder Punkt: 80 Prozent aller Bundesbürger haben schon einmal Rückenschmerzen gehabt. Die Lendenwirbelsäule macht am häufigsten Probleme, denn sie ist den größten Druckbelastungen ausgesetzt. Doch eine Vielzahl von Therapien verspricht wirksame Hilfe. Wir geben einen Überblick über die neuen Behandlungsformen und sagen, was wann sinnvoll ist.

Die häufigsten Auslöser für Wirbelsäulenbeschwerden
Instabilität: Die Verbindung der Wirbel untereinander ist „wackelig“, etwa durch erblich bedingtes Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) schon ab der Kindheit oder z.B. durch Abnutzung der Bandscheibe.
Deformität: Die Form der Wirbelsäule ist krankhaft verändert, z.B. durch vererbte seitliche Verkrümmung (Skoliose), durch Abnutzung oder Substanzverlust der Knochen (Osteoporose).
Verengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose): Eine degenerative Veränderung, die jenseits des 60. Lebensjahres auftritt. Die Bandscheibe oder durch Gelenkverschleiß bedingte knöcherne Anbauten an Wirbelbögen und Wirbelkörpern (Spondylose) wölben sich nach jahrzehntelangem Verschleiß in Richtung Wirbelkanal vor und bedrängen die dort verlaufenden Nerven. Typische Symptome sind Gefühlsstörungen wie Kribbeln in den Beinen, das Gefühl der Taubheit oder auch Störungen beim Gehen bis zu Lähmungen.
Schmerzen allein können nach den Therapieempfehlungen der modernen Orthopädie nie Anlass für einen chirurgischen Eingriff sein, sondern nur für eine sorgfältige Diagnostik. Dabei steht zunächst die nicht-operative Behandlung im Vordergrund. Als besonders wirkungsvoll hat sich, speziell beim Bandscheibenvorfall, die Behandlung mit entzündungshemmendem Cortison erwiesen, das direkt in die Nervenwurzel gespritzt wird.  Es nimmt den Schmerz und gibt den Geweben eine Chance, abzuschwellen, so dass die Nervenwurzel wieder genug Platz bekommt.


Die neuen Operations-Techniken

Hat sich ein Teil der Bandscheibe abgetrennt und selbständig gemacht („sequestriert“), kann in einer minimalinvasiven OP durch einen ca. zwei Zentimeter langen Hautschnitt eine Art Rohr an die Wirbelsäule herangeführt werden, mit dem der überflüssige Bandscheibenteil entfernt wird. Dieses Rohr ist mit einer Kamera ausgestattet, durch die der Operateur den gesamten Eingriff am Bildschirm verfolgen kann.


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Sauna

Mehr als heiße Luft


Die Deutschen sind Sauna-Fans. Rund 17 Millionen Männer und 13 Millionen Frauen gehen regelmäßig in die heiße Hütte – vor allem, um sich für den Winter abzuhärten. In der Hitzekammer steigt die Temperatur unseres Körpers um ein Grad Celsius, die der Haut sogar um bis zu zehn Grad: Unser Organismus ist extremen Bedingungen ausgesetzt. Trotzdem – oder gerade deshalb – hat richtiges Schwitzen einen Super-Effekt auf unsere Gesundheit: Es stärkt das Immunsystem, trainiert Herz und Kreislauf, entlastet die Nieren.

 

Was passiert beim Saunabaden?

Auf die ungewohnte Hitze reagiert unser Körper zunächst mit Abwehrmaßnahmen. Um seine Kerntemperatur auf 37 Grad zu halten, erweitert er die äußeren Blutgefäße, verstärkt die Durchblutung und leitet so die Wärme nach außen. Als Folge sinkt der Blutdruck. Das wiederum will das Herz ausgleichen und schlägt schneller. Bei der Abkühlung zwischen den Saunagängen (ins Freie gehen, kalt abduschen, ins Tauchbecken steigen) ziehen sich die Gefäße wieder zusammen, das Blut fließt vermehrt nach innen zurück, der Blutdruck steigt, und das Herz kann seine Leistung drosseln. Effekt des Wechselbades: Die Blutgefäße lernen, schneller und besser zu reagieren. Außerdem werden Erkältungs- und Grippeerreger durch eine gestärkte Abwehr vernichtet.

 

Wie häufig sollte man in die Sauna gehen?

Um einen optimalen Trainingseffekt zu erreichen, sollte regelmäßig einmal wöchentlich sauniert werden. Denn: Etwa eine Woche lang halten die Wirkungen des Saunabades, wie die bessere Reaktion der Blutgefäße auf Abkühlung, vor. Ein guter Schutz also vor Schnupfen, Erkältung und Grippe. Der Deutsche Sauna Bund empfiehlt pro Saunatag zwei bis drei Gänge von acht bis 12 Minuten. Für Anfänger reichen zwei. Allerdings: Fünf Minuten auf der untersten Bank sind zu wenig. Dann fehlt die Überwärmung, die für das Gefäßtraining wichtig ist. Und: Die Abkühlphasen sollten mindestens solange dauern wie der Saunagang selbst.

 

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Ernährung

Kraftpakete für den Winter


Für starke Nerven und ein Plus an Energie:  Was jetzt auf Ihren Speiseplan gehört

Ständig müde, unkonzentriert, lustlos und schnell gereizt? So kurz vor Weihnachten geht vielen buchstäblich die Puste aus. Ein offensichtlicher Grund für die winterliche Energiekrise: Die Sonne fehlt. Und damit ein wichtiger Impulsgeber für unsere Körperuhr. Vom Melatonin, dem Schlafhormon, wird an trüben Tagen zuviel ins Blut abgegeben. Von seinem Gegenspieler, dem Gute-Laune-Hormon Serotonin, dagegen verschwindend wenig - gerade bei denen, die nicht genug nach draußen gehen.
Was viele nicht wissen: Auch ein Mangel an Mikronährstoffen kann der Auslöser für Erschöpfung und schwache Nerven sein. Selbst wenn Sie grundsätzlich gesund essen: Mit steigendem Alter nimmt der Körper Vitalstoffe schlechter auf. Jeder Zweite über 50 Jahre, so ergaben aktuelle Untersuchungen, hat zu wenig B-Vitamine in seinen Körperzellen. Doch ohne die Vitamin-Multitalente läuft unser Stoffwechsel bestenfalls noch im Schneckentempo.
Auch weitere „Aktivposten“ unseres Körpers, wie zum Beispiel Jod und Magnesium, könnten Ihnen fehlen, wenn Sie sich schlapp und ausgelaugt fühlen. Mit kluger Auswahl besonders hochwertiger Nahrungsmittel lässt sich gegensteuern. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) haben wir für Sie zusammengestellt, was Sie brauchen, um winterliche Ernährungsdefizite auszugleichen und energiegeladen und nervenstark durch die dunkle Jahreszeit zu kommen.
Übrigens: Frische Vollwertkost ist weitaus besser als Pillen. Denn auch in der Natur kommen Vitalstoffe nie einzeln, sondern nur im Team vor. Ganz einfach deshalb, weil sie sich ergänzen und so viel besser wirken können.

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Hühneraugen

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen


Zu klein, zu spitz, zu eng, zu hart: Seit der Mensch seine Füße in Schuhe zwängt, plagen ihn auch Druckstellen, Hühneraugen oder Blasen. Die Lust auf Spaziergänge vergeht, Abendschuhe bleiben im Schrank. Und das ist auch richtig so – denn: Sind die Blasen erst mal da, braucht die geschundene Haut eine Schonzeit. Auch wenn viele drauf schwören: Blasen sollten nicht aufgestochen werden (Infektionsgefahr!). Besser ist, sie austrocknen zu lassen und vor weiterer Reibung mit einem Druckpflaster zu schützen. Mittlerweile gibt es viele Produkte mit Gelpolster, die den Druckschmerz lindern und die Wundheilung fördern. Ein weiterer Protest der Füße gegen drückende Schuhe sind Hühneraugen, eine zapfenförmig nach innen wachsende Verdickung der Hornhaut. Oft ist der Hühneraugenkern deutlich zu sehen. Er durchdringt die tieferen Hornschichten und ist bei Druckbelastung für die Schmerzen verantwortlich. Hühneraugen können mit Tinkturen und Hühneraugenpflastern behandelt werden. Beide enthalten Salicylsäure, die das Hühnerauge erweicht, so dass der Hornhautzapfen nach etwa vier Tagen in einem warmen Seifenbad entfernt werden kann. Wichtig ist, dass die Salicylsäure nicht mit der gesunden Haut in Berührung kommt. Bei Tinkturen deshalb die Haut rund um das Hühnerauge mit fetthaltiger Creme abdecken. Vor weiterer Reibung und damit Schmerzen schützen auch hier Druckschutzpolster oder -ringe.

Hartnäckige Hühneraugen sollten von einer medizinischen Fußpflegerin behandelt werden. Und: Wenn die Beschwerden nicht nachlassen, muss der Arzt helfen. Ebenso, wenn immer mehr vermeintliche Hühneraugen auftreten – oft sind das nämlich Warzen.

Unter einem brennenden Schmerz unter den Fußsohlen leiden vor allem Menschen, die den ganzen Tag stehen müssen. Aber auch beim Tanzen oder in hochhackigen Schuhen kann der Druck zur Qual werden. Hier entlasten Vorfußpolster aus Polymer-Gel (z. B. von GEHWOL). Das geruchlose Material ist dermatologisch getestet und hypoallergen, d. h. es enthält keine Eiweißstoffe, die Allergien auslösen können. Das Polster setzt kontinuierlich geringe Mengen von medizinischem Paraffin-Öl frei, das die Haut geschmeidig macht und vor Verhornungen schützt.

 

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