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Selbsthilfegruppen – Eigeninitiative für bessere Lebensqualität


Viele Menschen mit körperlichen Beschwerden neigen dazu, sich abzukapseln und alleine mit ihrer Krankheit fertig werden zu wollen. Doch gerade ein funktionierendes soziales Netzwerk wirkt sich meist positiv auf das Leben und den Umgang mit der Krankheit aus, kann sogar zur Genesung beitragen. Der Austausch mit anderen Patienten gibt Mut und Kraft. Er kann trösten, aufmuntern und ablenken. Gemeinsame Aktivitäten stärken das seelische und körperliche Wohlbefinden. Gerade bei Krankheiten wie Rheuma und Osteoporose ist körperliche Betätigung sehr wichtig, um dem Krankheitsverlauf entgegen zu wirken. Gleichgesinnte findet man am leichtesten in Selbsthilfegruppen.

In diesen Zusammenschlüssen organisieren sich Menschen, die selbst etwas gegen ihre Krankheit unternehmen wollen. Selbsthilfegruppen bieten Betroffenen und Angehörigen zum einen Informationen über die Erkrankung und zum anderen praktische Lebenshilfe wie z. B. Anleitungen zur Ernährungsumstellung und Übungstipps für sportliche Betätigung. Zudem ermöglichen sie den Erfahrungsaustausch unter Patienten. Viele Ärzte sind bereit, Selbsthilfegruppen mit medizinischen Fachinformationen zum jeweiligen Krankheitsbild und geeigneten Therapiemöglichkeiten zu unterstützen.

Darüber hinaus vertreten Selbsthilfegruppen die Interessen ihrer Mitglieder nach außen. Die Verbesserung der Lebensqualität macht sich sowohl durch Linderung der Beschwerden und Freude an Bewegung als auch durch zunehmende Geselligkeit bemerkbar.

Osteoporose-Kranke finden oft erst spät zur Selbsthilfe und der damit verbundenen Steigerung ihrer Lebensqualität. "Wichtig ist es, den Mut nicht zu verlieren und regelmäßig die notwendigen Übungen durchzuführen", erklärt Hildegard Kaltenstadler, Präsidentin des Bundesverbandes für Osteoporose e.V.. Das unterhaltsame und informative Miteinander stellt für Betroffene nachweislich eine zusätzliche Motivation dar.

Das gleiche gilt unter anderem auch für Rheumatiker, denn nicht alle Fragen, die Gelenkkranke bewegen, können von Ärzten beantwortet werden.