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IGeL-Leistungen: Medizin à la carte

Immer mehr Gesundheitsleistungen werden von Ärzten angeboten, aber von Kassen nicht bezahlt. Wir stellen die wichtigsten orthopädischen Extrabehandlungen vor.

Immer mehr Ärzte haben IGeL in ihrem Programm. Das sind individuelle Gesundheitsleistungen, die der Patient selbst bezahlen muss, denn sie gehören nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Versicherung. Trotzdem sind viele dieser Therapien empfehlenswert, weil sie die Möglichkeiten der konventionellen Behandlung optimal ergänzen.

Hier das ABC der häufigsten orthopädischen Zusatzleistungen – und für welche Krankheitsbilder sie geeignet sind.

Akupunktur: In der traditionellen chinesischen Medizin werden Krankheiten auf Störungen des Qi, der Lebensenergie, zurückgeführt. Durch feine Nadeln, die in die Energiebahnen gestochen werden, lässt sich das Qi positiv beeinflussen.

Geeignet bei: Arthrose, chronischen Gelenkschmerzen, Nervenreizungen, Kopfschmerzen.

Hyaluronsäurebehandlung: Spritzen mit Hyaluronsäure, dem Baustoff der Gelenkflüssigkeit, schützen Knorpel, lindern Schmerzen und verbessern die Beweglichkeit.

Geeignet bei: Arthrose, zur Behandlung großer und kleiner Gelenke.

Hydrojetmassage: Der Patient liegt auf einer Folie und wird von unten mit Wasserdüsen massiert. Die Haut bleibt trocken. Effekt: verbesserte Durchblutung, Normalisierung der Muskelspannung, tiefere Atmung.

Geeignet bei: Muskelverspannungen.

Kyrotherapie: Schmerzende Körperstellen werden mit verdampfendem Stickstoff behandelt. Winzige Trockeneiskristalle kühlen, nehmen so den Schmerz über Stunden und verbessern die Durchblutung.

Geeignet bei: Rheuma, Ischiasbeschwerden, Sehnenentzündungen, Schmerzen in Wirbelsäule und Gelenken, Arthrose, Kopfschmerzen, Migräne, Nervenschmerzen.

Lasertherapie: Durch Schwingungen des Laserlichts wird die Zellkommunikation verbessert und der Stoffwechsel aktiviert.

Geeignet bei: Gelenk- und Weichteilrheumatismus, Entzündungen, Arthrose, Osteoporose, Schulter- und Rückenschmerzen, akuten Verletzungen, Fersensporn, Tennisellenbogen und Bewegungsstörungen in den Händen (Karpaltunnelsyndrom).

Neuraltherapie: Spritzen mit einem leichten Schmerzmittel schalten im Körper Störfelder aus, die die Heilung behindern. Meist unmittelbare Schmerzlinderung.

Geeignet bei: Wirbelsäulen- und Bandscheibenschäden, Knochenhauterkrankungen, Schulterschmerz, Sportverletzungen.

Magnetfeldtherapie: Ein pulsierendes Magnetfeld regt den Zellstoffwechsel, den Nährstofftransport und die Durchblutung an und fördert die Regeneration des Knorpels.

Geeignet bei: Arthrose, Entzündungen, Osteoporose, zur Beschleunigung von Knochenbruchheilungen, bei Tinnitus und von der Halswirbelsäule ausgehendem Schwindel.

Muskelfunktionstest: Nach Verletzungen und Operationen können muskuläre Dysbalancen den Bewegungsablauf stören. Ein Test mit speziellen Apparaturen spürt die Ursachen auf.

Geeignet bei: Bewegungseinschränkungen und unklaren Schmerzen.

Osteodensitometrie: Knochendichtemessung zur Osteoporosebeurteilung mit einem strahlungsarmen Röntgenverfahren.

Geeignet bei: erblicher Belastung. Als Vorsorge nach der Menopause bei Frauen und bei Männern über 60.

Proliferationsbehandlung: Schlaffe Bänder werden durch Spritzen mit einer Zuckerlösung (Glucose) gestrafft. Der Zuckerstoff regt Bindegewebe dazu an, sich schneller zu regenerieren.

Geeignet bei: Rücken- und Gelenkschmerzen.

Stoßwellentherapie: Schalldruckwellen werden mit verschiedenen Frequenzen über die Haut ins Gewebe übertragen. Verklebungen und Kalkablagerungen lösen sich, die Durchblutung wird gesteigert, die Schmerzweiterleitung an das Gehirn unterbrochen.

Geeignet bei: Kalkschulter, Tennisellenbogen, Schleimbeutelentzündung, Fersensporn, Achillessehnenentzündung.