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Was ist eine Arthrose?

Bei der Arthrose handelt es sich um eine degenerative Erkrankung eines oder mehrerer Gelenke – also um ein Leiden, das auf Abnutzung zurückzuführen ist.

Die Enden von Knochen, die sich in einem Gelenk berühren, sind mit einer Knorpelschicht überzogen. Diese sorgt in Verbindung mit der Gelenkflüssigkeit dafür, dass die Reibung im Gelenk auf ein Minimum verringert wird.

 Bei Arthrose ist diese Knorpelschicht geschädigt – es kommt zur Schwellung des Gelenks, zu Schmerzen und zu Einschränkungen der Beweglichkeit bis hin zur völligen Gelenkversteifung. Am häufigsten betroffen sind:

 

  • das Knie („Gonarthrose“ )
  • das Hüftgelenk („Coxarthrose“)
  • die Schulter („Omarthrose“)
  • die Wirbelsäulengelenke („Spondylarthrose“)

Eine Arthrose ist nicht heilbar in dem Sinne, dass die Schäden rückgängig zu machen wären. Aber es gibt viele Möglichkeiten, einer Entstehung vorzubeugen, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Beschwerden zu lindern.

 

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Wie entsteht eine Arthrose?

Logischerweise steigt mit zunehmendem Alter das Risiko, an einer Arthrose zu erkranken. Schon um das 50. Lebensjahr hat etwa die Hälfte der Europäer arthrotisch veränderte Gelenke – bei den 70-Jährigen sind es ca. 80 %.

Die Ärzte unterscheiden zwischen „primären Arthrosen“, deren Ursachen nicht erkennbar sind – und „sekundären Arthrosen“, bei denen die Knorpelabnutzung eindeutig auf bestimmte Faktoren zurückzuführen ist. Zum Beispiel auf:

  • Überlastung des Gelenks durch Fehlstellungen (X- oder O-Beine, Wirbelsäulenverkrümmung, Hüftfehlstellung usw.).
  • Übergewicht.
  • Gelenkverletzungen, Knochenbrüche oder Entzündungen.
  • Hormonelle Veränderungen.
  • Diabetes mellitus, Gicht, Störungen des Fettstoffwechsels.

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Woran erkennt man eine Arthrose?

Die ersten Symptome für das Vorliegen einer Arthrose sind im allgemeinen Spannungsgefühl und Gelenksteifigkeit. Häufig sind jedoch nicht Gelenk-, sondern Muskelschmerzen die ersten Anzeichen. Sie kommen dadurch zustande, dass man unbewusst eine Schonhaltung einnimmt und damit eine Muskelverspannung hervorruft.

Typisch für eine beginnende Arthrose ist der so genannte Anlaufschmerz. Er tritt auf, wenn das betreffende Gelenk nach längerem Ruhen wieder bewegt wird. In einem späteren Stadium der Krankheit schmerzt jede Bewegung, noch später besteht ein dauerhafter Schmerz.

Charakteristisch für die Entwicklung der Arthrose ist ein wellenförmiger Verlauf der Beschwerden: mal nehmen die Schmerzen zu, dann nehmen sie wieder ab. Vielfach macht sich die Erkrankung vor allem bei feucht-kaltem Wetter bemerkbar.

Bei jeder Art von Gelenkbeschwerden sollte man einen Orthopäden zu Rate ziehen, um die Ursachen zu klären und gegebenenfalls frühzeitige Maßnahmen ergreifen zu können.

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Welche Untersuchungsmöglichkeiten hat der Arzt?

Für den Fachmann ist das Vorliegen einer Arthrose leicht zu erkennen. Die wichtigste Grundlage für eine sichere Diagnose bildet Ihre möglichst genaue Beschreibung der Beschwerden.

Zunächst wird Ihr Arzt das betroffene Gelenk in Augenschein nehmen und abtasten. Allerdings tritt eine sicht- und fühlbare Verformung des Gelenks und Schwellung der umgebenden Weichteile erst auf, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist.

Daher wird bei Verdacht auf Arthrose in jedem Fall eine Röntgenuntersuchung vorgenommen. Damit kann der Arzt erkennen, wie weit die Abnutzung des Gelenks und die Veränderung des Knochens unter der betroffenen Stelle bereits fortgeschritten sind.

Nur in Einzelfällen werden darüber hinaus Computertomographien, Ultraschalluntersuchungen oder Kernspintomographien veranlasst. Laboruntersuchungen des Blutes oder der Gelenkflüssigkeit dagegen können angezeigt sein, um festzustellen, ob wirklich eine Arthrose vorliegt oder eine entzündlich bedingte Gelenkerkrankung (rheumatoide Arthritis).

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Wie verläuft die Erkrankung?

Durch den verstärkten Knorpelabrieb wird der betroffene Gelenkspalt immer schmaler. Der Körper versucht, die größere Belastung des Gelenks dadurch auszugleichen, dass er es verbreitert und damit mehr Fläche schafft. Dadurch entstehen am Rand knöcherne Wülste („Osteophyten“), die das Gelenk verformen, seine Beweglichkeit einschränken und Schmerzen verursachen.

In Folge der Überbelastung kann eine Entzündung der Gelenkschleimhaut („Synovitis“) auftreten. Diese gibt nun zu viel Gelenkflüssigkeit ab – das Gelenk ist geschwollen, überwärmt und gerötet. In diesem Fall spricht man von einer aktivierten Arthrose.

Im Laufe der Zeit, oft mehrerer Jahre, ist die Knorpelschicht völlig abgerieben, und der Gelenkspalt verschwunden. Knochen reibt auf Knochen. Die Beweglichkeit des Gelenks nimmt immer weiter ab. Am Ende steht die völlige Versteifung („Ankylose“).

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